Tipp zum Olivenöl

Natürliches Olivenoil

1. Darf man mit Olivenöl braten?

 Olivenöl ist sogar bestens zum Braten geeignet! Die Italienische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Olivenöl als erste Wahl zum Braten und Frittieren. Man sollte nur wie bei jedem Lebensmittel darauf achten, dass es nicht anbrennt. (max.180Grad). Wenn es also über der Pfanne raucht, dann ist die Temperatur zu hoch. 

2. Was ist eigentlich natives Olivenöl extra?

Nativ bedeutet „naturbelassen“ und extra bedeutet „besonders gut“. Der Name steht für die höchste Qualitätsstufe. Olivenöl wird in verschiedene Güteklassen eingeteilt. In der Schweiz sind fast ausschließlich nur die ersten beiden Güteklassen verfügbar: „Natives Olivenöl Extra“ und „Natives Olivenöl.
Der Zusatz „Nativ Extra“ wird im italienischen als „Extra Vergine“ bezeichnet. Übersetzt bedeutet das „extra jungfräulich“. Das beste Olivenöl ist somit das am meisten naturbelassene Öl.
Das Olivenöl Extra Vergine wird entweder über die Kaltpressung oder die Kaltextraktion aus Oliven hergestellt. Diese Verfahren schonen das Produkt und haben sich im Laufe der Zeit bewährt.

3. Ist flockiges Olivenöl verdorben?

Nein. Bei Temperaturen unterhalb von +7 °C (z.B. im Kühlschrank) kann Olivenöl flockig werden. Dies ist normal und hat keinen Einfluss auf die Qualität des Öls. Bei den Schneeflockenartigen Kristallen handelt es sich um Wachse aus der Olivenschale, die bei diesen Temperaturen schon fest werden. Also um einen ganz natürlichen Bestandteil des Öls.

4. Wie lange ist Olivenöl haltbar?

Bei richtiger Lagerung ist gutes Olivenöl leicht bis zu 24 Monate haltbar. Bei falscher Lagerung wird Olivenöl jedoch auch deutlich schneller ranzig, was Sie leicht am Geruch erkennen werden. Chemisch gesehen, zerfallen dabei die Fette meist durch Oxidation zu übelriechenden Substanzen. Dies macht das Öl ungenießbar, ist aber in der Regel nicht gesundheitsschädlich. Denn wegen seinem hohen Fettanteil ist die Gefahr des Wachstums von gesundheitsschädlichem Schimmel oder Bakterien gering. Vorsichtig sollte man nur bei eingelegten Kräutern oder frischem Knoblauch sein. Diese Bestandteile schimmeln leichter, besonders wenn sie nicht mehr ganz vom Öl bedeckt sind.

5. Wie sollten Sie Ihr Olivenöl lagern?

Olivenöl wird am besten gut verschlossen an einem dunklen und kühlen Ort (12 bis 18 °C) gelagert. Einige Öl-Bestandteile sind anfällig gegen Oxidation durch Luftsauerstoff. Deshalb sollten Sie Ihre Olivenölflasche immer gut verschließen. Auch UV-Licht, beispielsweise durch direkte Sonneneinstrahlung, fördert diese Alterungsprozesse im Öl. Ungefähre Haltbarkeit von Olivenöl bei unterschiedlicher Lagerung:

– warm, offen im Sonnenlicht: wenige Tage
– warm, offen, lichtgeschützt: mehrere Wochen
– warm, lichtgeschützt, luftgeschützt: mehrere Monate
– kühl, lichtgeschützt, luftgeschützt: mehrere Jahre

Am besten wird Olivenöl wie Wein gelagert. Wenn Sie einen Keller haben, empfehlen wir die Lagerung größerer Mengen Olivenöl dort. Für den täglichen Gebrauch in der Küche oder auf dem Esstisch bietet sich ein stilvolles und praktisches Ölkännchen oder eine Karaffe an.

6. Woher kommt das beste Olivenöl?

Die Frage nach dem besten Olivenöl, kann man genauso wenig beantworten wie die Frage nach dem besten Wein oder dem besten Käse. Rund um das Mittelmeer wird köstliches Olivenöl seit Jahrhunderten in verschiedensten Lagen und Oliven-Sorten hergestellt.

7. Wie erkennt man gutes Olivenöl?

Die Antwort ist: am Geschmack. Gutes Olivenöl ist wie guter Wein: Geschmackssache. Es kommt auf Ihre Vorlieben an. Ein gutes Öl hat eine ausgewogene Mischung von fruchtig, bitter und scharf. Gerade beim Geschmack gibt es gewaltige Unterschiede. Achten Sie auf die Bezeichnung „natives Olivenöl Extra“, eine Herkunftsangabe und einen angemessenen Preis. Gutes Öl lässt sich nicht billig herstellen. Der durchschnittliche Preis pro Liter für ein Öl mit hervorragender Qualität liegt zwischen 20 und 40 CHF